
Kandidaten, sprich Politiker mit diesem Kreuz abzusegnen, welche nicht vom Wähler ausgesucht wurden, sondern in den meisten Fällen auf dem Umweg durch eine Partei auf einen womöglich sicheren Listenplatz gehievt wurden - Demokratie?
60 Jahre Bundesrepublik Deutschland mit ihrer allmählich abgewirtschafteten repräsentativen Parteiendemokratie sind lange genug, um einmal über eine wirkliche Demokratie im Sinne einer direkten Demokratie nachzudenken. Nach 60 Jahren ist es allmählich an der Zeit zu überlegen, warum dem Artikel 20 (2) Grundgesetz noch immer keine direkte Geltung verschafft wird.
Daß die repräsentative Demokratie in Form der Parteiendemokratie in Deutschland mehr als nur in einer Krise steckt, beweisen schon die Wahlergebnisse der letzten Zeit mehr als deutlich.
Die stärkste politische Kraft in Deutschland ist inzwischen der Nichtwähler.
Wie soll eine Demokratie auch funktionieren, in der ein Bundestagsabgeordneter im Durchschnitt über 130.000 Bürger mit all ihren politischen Sorgen, Nöten und Wünschen vertreten soll? Zumal solch ein Volksvertreter ja auch eine eigene Meinung hat.
Was für eine Demokratie ist das, wo mit der Phrase Marktwirtschaft (in welcher Form auch immer) die Willkür von Kapital und Industrie gegenüber dem Bürger legitimiert wird? Nicht wenige unserer sogenannten gewählten "Volksvertreter" arbeiten diesem System sogar noch zu, anstatt das Wohl der Bevölkerung an erster Stelle zu sehen!
Gegen unsere heutigen Mißstände hilft nur eine direkte Demokratie mit einer direkten Beteiligung des Volkes an der Macht! Reale Macht durch Instrumente wie Volksentscheide und unabhängige Kontrollgremien, deren Vertreter wirklich vom Volk legitimiert sind! Wir brauchen keinen alle 4 Jahre wiederkehrenden "Wahlzirkus", in dem wir freundlicherweise eine politische Kaste absegnen und anschließend wiederspruchslos durchfüttern dürfen, egal was passiert!